Wer wir sind und was wir wollen.

In der Altstadt von Heidelberg befindet sich unser schönes, verwinkeltes Altbauhaus. Dort leben wir als Gemeinschaft aus Studierenden, Berufstätigen und Auszubildenden. Das Haus in der Oberbadgasse 6 wollen wir kaufen und damit sowohl als bezahlbaren Mietraum erhalten, als auch aktiv gestalten. Das soll in Kooperation mit dem Mietshäuser Syndikat geschehen, welches selbstverwaltete Wohnprojekte berät und diese unterstützt. Bereits 118 Projekte konnten dadurch erfolgreich realisiert werden.

Mit dem Kauf des Hauses ist es natürlich nicht getan. In einem zweiten Schritt wollen wir das Haus nachhaltig sanieren und bisher ungenutze Räume und Möglichkeiten zum Leben erwecken.

Großes Potential bieten beispielsweise Dachterrasse, Dachboden und unser Erdgeschoss, welches momentan als Garagenstellplatz genutzt wird. Das lässt sich nicht nur als bloße Wohnraumerweiterung verstehen. Wir wünschen uns einen offenen Raum zum Mitwirken für alle interessierten und engagierten Menschen, die unsere Vision selbstverwalterer und alternativer Wohnformen teilen und unterstützen möchten.

Was sind unsere Ziele?

Unser Ziel ist es, als Hausprojekt bezahlbaren Wohnraum in der Heidelberger Altstadt zu erhalten. Zudem geht das Haus durch die Vergemeinschaftung in die Hände der MieterInnen und des Syndikats über und wird damit dauerhaft der Privatisierung entzogen: Das Haus gehört so immer denen, die drin wohnen.

Uns ist es wichtig, solidarisch miteinander zu leben. Das heißt unter anderem, dass wir Mieten an die Möglichkeiten und Bedürfnisse der MitbewohnerInnen anpassen. Das heißt auch, dass wir ein offenes Haus sein wollen: Die OBG soll ein Knotenpunkt für Begegnungen, Diskussionen und Austausch in der Altstadt werden. Wir wollen das Potential des Hauses ausschöpfen und Platz für Werkstätten, Kunst, Kultur und linkspolitischen Aktivismus bieten.

Mit dem Haus schaffen wir ein gelebtes Beispiel nachhaltiger, politischer und sozialer Gesellschaftsveränderung.

Warum machen wir das?

In den letzten zehn Jahren ist unsere WG immer mehr gewachsen. Wir spüren jeden Tag, dass es möglich ist, unsere Ideale gemeinsam zu leben. Das Haus in dem das möglich ist wollen wir weiter nutzen, um zu zeigen, dass Selbstverwaltung dauerhaft funktioniert. Es braucht keine EigentümerInnen, InvestorInnen und StadtplanerInnen, um neue Wohnkonzepte und -modelle umzusetzen. Vielmehr braucht es Freiräume, in denen Ideen und Träume kollektiv verwirklicht werden.

Wir wollen eine Stadtpolitik, die aus der Heidelberger Altstadt mehr macht als Burschenschaften, Eliteuni und Tourismus.